Backen mit Hefe | Kekse & Co. | Küche

Kanelbullar, oder ein schwedischer Mittsommernachtstraum

18. Mai 2017

Eigentlich war mein Plan, euch diese Woche noch meine selbst kreierten Popsicles zu präsentieren, aber der Sommer ist schon wieder weiter gezogen und es regnet Bindfäden. Wer hat das bestellt? Ich will Sommer!

In meiner Kindheit waren meine Eltern mit mir und meinem Bruder oft in Schweden. Meine Mutter hatte dort Freunde, deren Kinder waren in meinem Alter. Ich erinnere mich gerne an diese Urlaube am Vänernsee zurück. Die duftenden Wälder, eine nie untergehende Sonne, das glitzernde Türkis des Vänernsees in dem wir kleine Fische jagten, Elche im Dickicht, und täglich Kanelbullar! Seufz, ich wäre jetzt wirklich gerne im kleinen Städtchen Mariestad…

Zeit, Kanelbullar selbst zu backen, und den schwedischen Sommer ins Haus zu holen! Als erstes muss der Hefeteig zubereitet werden. Dazu brauchst du:

400g Mehl
1/2 Würfel frische Hefe
200ml Milch
75g Butter
75g Zucker
1 Bio Eigelb
eine Prise Salz
wenn du magst 1/2 TL Kardamom

Erwärme die Milch mit der Butter in einem Topf. Bitte nur auf niedriger Stufe, wenn die Milch-Butter-Mischung zu heiß wird, geht die Hefe kaputt. Wenn die Butter geschmolzen ist, Topf vom Herd nehmen.
Das Mehl in eine Schüssel sieben, eine Mulde in die Mitte drücken. Die Hefe in kleinen Stücken in die Mulde geben. Eigelb, Salz und Kardamom an den Rand auf das Mehl geben. Den Zucker über die Hefe streuen. Zum Schluss die Milch-Butter-Mischung langsam über die Hefe in der Mehlmulde gießen.

Lass die Hefe nun 10 Minuten in der Milch-Butter-Mischung mit dem Zucker reagieren. Anschließend mit den Knethaken eines Mixers zu einem klebrigen Teig verarbeiten.

Den Teig mit einem sauberen Tuck abdecken und ca. eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen bis er sich mindestens verdoppelt hat. Du kannst ihn auch bei 30-35 Grad Ober- und Unterhitze in den Ofen stellen. Dann nach einer halben Stunde kontrollieren, ob der Teig sich verdoppelt hat.

Wenn der Teig ordentlich an Volumen zugenommen hat, lege ihn auf eine bemehlte Arbeitsfläche und knete ihn gut durch. Danach rollst du ihn aus. Für die Füllung brauchst du nochmal ca. 50g weiche Butter, Zucker und Zimt. Bestreiche den ausgerollten Teig mit der Butter. Dann bestreue ihn mit Zucker und Zimt. Ich streue den Zimt und den Zucker einfach auf den Teig, dafür habe ich keine Mengenangabe… Probiere es einfach aus.

Nun rollst du den Teig zu einer Hefewurst auf. Diese schneidest du in daumendicke Scheiben.

Diese legst du in eine gefettete Auflaufform. Lass ruhig ein wenig Platz zwischen den Zimtschnecken.

Lass sie noch mal 20 Minuten an einem warmen Ort gehen und heize den Ofen auf 180 Ober- und Unterhitze vor. Nun kannst du sie in den Ofen schieben.
Nach 15 bis 20 Minuten sind sie fertig. Die Zimtschnecken dürfen ruhig noch ein wenig weich sein, und oben etwas gebräunt. Wenn du die Ofentür aufmachst, wird der Duft der Zimtschnecken durch dein Haus ziehen… Kannst du sie riechen? Ich liebe diesen Duft!

Am besten genießt du sie warm, frisch aus dem Ofen.
Wenn du magst, kann du sie noch glasieren oder mit Hagelzucker bestreuen. Ich habe einige Zimtschnecken mit einer Blaubeerglasur beträufelt (Blaubeeren mit Puderzucker zusammen pürieren).
Lass es dir schmecken!

 

 

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