Küche | Kuchen und Torten

Käsekuchenfluchten

21. Mai 2017

Da hatte ich mich so auf Freitag gefreut. Die ganze Woche war ich mit krankem Kind zuhause, und Freitag endlich war mein Kindlein wieder gesund, konnte wieder in den Kindergarten. Ich hatte einen freien Tag. Und was war als ich morgens aus dem Fenster schaue? Wasser, überall nur Wasser… Alles pitschnass, riesige Pfützen und Matschepampe im Garten. Ach Menno, ich hatte mir das so schön ausgemalt: nach Nippes auf den Markt, ein bisschen schlendern, Obst und Gemüse einkaufen, und an dem tollen Stoffstand ein paar tolle Stoffe für meinen anstehenden Nähkurs besorgen. Dann irgendwo ein Kaltgetränk in einem der gemütlichen umliegenden Cafés genießen.

Egal, hab ich mir gedacht, und bin trotzdem losgezogen. Mein Outfit war nur leider nicht ganz durchdacht: Stoffschuhe und Jeans, die über die Schuhe hing. Das Ende der Geschichte war, ich kam mit klatschnasser Hose (das Wasser aus den Pfützen war mir bis zu den Knien hochgezogen!), und komplett durchnässten Schuhen wieder heim. Aber ich hatte alles besorgt, was ich mir vorgestellt hatte, na immerhin.

Jetzt was Herz erwärmendes zaubern, dachte ich mir. Ein kleiner Käsekuchen wäre doch was Feines. Gesagt – getan. Ich bevorzuge ja die Variante ohne Boden, und da es im Moment Beeren in Hülle und Fülle gibt, habe ich auch gleich noch ein kleines Erdbeersößchen mit dazu gezaubert. Ich will mich ja nicht über den grünen Klee loben, aber meine Lieben, er war wirklich köstlich. Schön fluffig, saftig und nicht zu süß.

Da war mein Tag gerettet, trotz Regen schien die Sonne wieder in meinem kleinen Herzlein. Und auch mein Mann hat sich sehr gefreut als er Heim kam. Obwohl er Abends eigentlich keinen Kuchen mehr mag, hat er sich direkt ein Stück stibitzt.

Hier kommt das Rezept angeflogen:

Ich habe für diesen Kuchen eine kleine 18 cm Springform benutzt.

  • 3 Eier
  • 55 g Mehl
  • 7 g Speisestärke
  • 1 TL Backpulver
  • 125 g weiche  Butter
  • 125 g Zucker
  • Saft einer 1/2 Zitrone
  • 1/2 Tl Vanille aus der Mühle
  • 500 g Quark ( ich hatte welchen mit 25% Fett Anteil da)
  • 1 Prise Salz

Den Ofen auf 150 Grad Umluft vorheizen, die Springform mit Backpapier auslegen.

Eier trennen. Die Eigelbe mit der Butter schaumig rühren, den Zucker nach und nach dazugeben. Sobald die Masse glatt gerührt ist, den Zitronensaft und die Vanille dazu geben. Das Mehl mit der Stärke und dem Backpulver vermengen, auf die Eigelbmasse sieben, und alles mit dem Handrührgerät vermengen. Anschließend den Quark dazugeben und unterrühren. Zu guter Letzt das Eiweiß zusammen mit der Prise Salz steif schlagen und ebenfalls unterheben. Das Unterheben jetzt allerdings bitteschön ganz liebevoll, damit der Eischnee nicht wieder in sich zusammenfällt!

Die ganze Masse nun in die Springform füllen, und im vorgeheizten Backofen ca. 45 – 55 min auf der mittleren Schiene backen. Stäbchenprobe!

Wenn der Kuchen fertig gebacken ist, noch ein Weilchen stehen lassen, bis er ganz abgekühlt ist, dann lässt er sich leichter aus der Form lösen.

Wer mag kann noch ein Fruchtsößchen dazu reichen. Hierzu einfach frische Beeren, die ihr da habt, pürieren und mit ein bisschen Zucker und Zitrone abschmecken. Fertig. Hier habe ich keine Mengenangaben, da ich das immer frei Schnauze mache, und die Zuckermenge auch immer von der Süße der Beeren abhängig ist. Manche sind schon so reif und süß, dass man eigentlich gar keinen zusätzlichen Zucker mehr benötigt. Aber das ist ja bekanntlich eine Geschmacksfrage.

Und übrigens: Kuchen hat nur wenige Vitamine – deshalb muss man viel davon essen!

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Nachbacken und vor allem Genießen!

Ildiko & Allegra

  1. Hallo Ildiko,

    Vielen Dank für dieses tolle Rezept.
    Mein Mann und mein kleiner Sohn haben den fast alleine inhaliert. Das wird auf jeden Fall ein Kuchen für unsere Top 5!

    Unbekannte aber trotzdem viele liebe Grüße aus dem schönen Hamburg

    Cata

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